Wedding: wild, weise & weltoffen

August 28, 2011 | Kommentare deaktiviert für Wedding: wild, weise & weltoffen

Auch diese Woche bin ich wieder fleißig durch den Kiez gereist und habe an vielen Orten Halt gemacht: von dem Förderbereich der Berliner Werkstätten für Behinderte, über das Tagungszentrum Wiese 30 für psychisch erkrankte Menschen und den Bezirksverband Wedding der Kleingärtner bis zur Deutschen Schreberjugend. Wer viel reist, sollte das Feiern nicht vergessen. Gesagt, gatan. Weiter ging’s zum Sommerfest des Abenteuer-Spielplatzes am Humboldthain, zur Feier „30 Jahre Prinzenallee 58“ und zur Langen Nacht der Museen in den Gerichtshöfen.

Wer eine Reise macht, hat viel zu erzählen. O ja! Berichten will ich von der Herzlichkeit der Menschen im Förderschwerpunkt, dem leckeren Kuchen und ihren ihren Bemühungen, Behinderte in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Von den Bemühungen der Wiese 30 mit einem eigenen Kleingarten im Norden Weddings psychisch Erkrankten Licht, Bewegung und ihre Umwelt näher zu bringen. Von ihrer Arbeit mit Migrant*innen und dem Integrationspreis des Bezirksparlamentes. Ich gratuliere.

Von den Weddinger Kleingärtner*innen lerne ich, dass der Bezirk Mitte 27 Kleingartenkolonien beherbergt. Keine davon mitten in Mitte, alle in Tiergarten und dem Wedding. Glücklicherweise ist keine der Anlagen bedroht. Ich atme auf. Frischluftschneisen und Lebensqualität im Grünen bleiben uns sicher. Bei der Deutschen Schreberjugend kommen wir dann auf die bedrohten Kleingärten in Rest Berlins, die Hürden in der Jugendsozialarbeit und die Konflikte unter Kleingärtner*innen zu sprechen. Neue Einsichten in eine bis dato unbekannte Welt. Herzlichen dank dafür.

Am Samstag wird dann 30 Jahre Prinzenallee 58 gefeiert: 1981 wurde es besetzt, heute ist es eine Wohnungsgenossenschaft und Heimat von gut 85 Menschen. Was lese ich in der Ausstellung: „Inklusiv waren wir schon, lange bevor es das Wort gab.“ Die vielen Rollstuhlfahrer*innen auf dem Bild machen es deutlich. Vorbildlich. Draußen belustigen Hänsel und Gretel die Kinder mit geschlechtersensibler Bildung. Gretel kann nämlich auch anders rum.

Wenige Ecken weiter südlich besuchen Andrea Fischer, Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin, und ich das Sommerfest des Abenteuer-Spielplatzes am Humboltdhain. Es regnet und dennoch bleiben die vielen Kinder zum Kinderschminken, für die große Tombola und die Leckereien auf dem Grill. Andrea Fischer diskutiert derweil gute Bildung und Integration mit besorgten Müttern vor Ort. Und bevor die Woche endet, gab es noch gaaaanz viel Kunst in den Weddinger Gerichtshöfen. Eine lange Nacht der Museen. Und eine lange Nacht der Farben. Und eine wahrlich interessante Reise. Ich freu‘ mich auf die nächste Etappe.


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