Logbuch Wedding

August 12, 2011 | Kommentare deaktiviert für Logbuch Wedding

Im Wedding unterwegs.

Tatort: Jugendwohnen Antonstraße. Die Initiative bietet jugendlichen Flüchtlingen ein Zuhause  und hilft bei den alltäglichen Aufgaben, denn die Jugendlichen sind oft ohne Eltern in Berlin gelandet. Wir reden nicht lange um den heißen Brei herum. Das Team vom Jugendwohnen Antonstraße kritisiert den Duldungsstatus, der Jugendliche in Schwarzarbeit treibt und ihnen eine Perspektive in Deutschland erschwert. Sie beschweren sich zu Recht über die menschenunwürdige Alterfeststellung und die Abschaffung der Kleinklassen an den Schulen.

 

Abends  öffnet mir Drogen-Info ihre Türen. Es klingt nach einem Drogen-Informationsportal, doch weit gefehlt: Sie bieten Süchtigen, die einen Entzug und eine Therapie hinter sich haben, ein WG-Zimmer und einen charmanten Garten. Es ist eine Nachsorge-Einrichtung mit dem Ziel, Süchtige zu stabilisieren. Seit 1983 residieren sie im Wedding und haben das damals sehr heruntergekommene Haus in Eigenregie renoviert und hergerichtet. Sie wissen, dass kulturübergreifend Drogen im Kiez eine große Rolle haben – ob Tilidin, Heroin oder Alkohol. Sie wissen, wie wichtig Prävention im Kiez ist und leisten Präventionsarbeit in Schulen. Sie wollen aktiver werden und ich drücke ihnen für ihre Anträge die Daumen.

 

Heute empfängt uns dann das Evangelische Geriatriezentrum Berlin. Geriatrie…was? Altersheilkunde heißt die Übersetzung. Dabei geht es eigentlich um das Steigern von Lebensqualität, wenn man an mehreren Krankheiten leidet. Das kann mit 38 als auch 72 der Fall sein.

Mit Stolz, Geduld und Begeisterung werden Andrea Fischer, Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin, und ich durch Krankenhaus, Tagesklinik, Forschungszentrum und Wohnheim geführt. Wir sind begeistert von der Qualität der Betreuung – und das gilt auch für das Umsorgen unsererseits. Wir sagen herzlichen Dank.

 

Szeneriewechsel: Abenteuerspielplatz am Humboldthain. Zwischen dem Kicker, dem
Lehmofen, dem Kräutergarten und den selbst gebauten Hütten wird 
getobt, Fußball gespielt und Pizza gebacken. Bei türkischem Tee und Pizza diskutiere mit Familien aus dem Kiez. Gute Bildung im Wedding, daran fehle es häufig. Nicht an den Kleinen sparen, wird gefordert. Und es gibt mehr als nur ein Loblied auf den Abenteuerspielplatz. In der Tat ein sehr charmanter Platz. Am 27. August findet dort übrigens das alljährliche Sommerfest statt – zum Reinschnuppern und Verweilen. Ich freu‘ mich schon.

 


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